Ostseekooperation - eine spannende Aufgabe von Mensch zu Mensch, in einem sich verändernden Europa

Seit Ende der 80er Jahre hat es in einigen Ländern der Ostseeregion große Veränderungen gegeben: auch wenn noch nicht alles Wünschenswerte erreicht werden konnte, sind die Menschen und unterschiedlichen Kulturen doch näher zusammengerückt.

Mit Hilfe der vielen Menschen, die sich für ihre eigenen Interessen eingesetzt haben, ist es in manchen Fällen gelungen, die Verhältnisse vom Kopf auf die Füße zu stellen - und Entwicklungen wurden möglich, an die noch wenige Jahre zuvor niemand zu denken wagte. Dabei ging es oft darum, Grundwerte zu erkämpfen, Demokratie und Frieden zu sichern, die Umwelt zu erhalten, soziale Ungerechtigkeiten zu beseitigen und die Selbstbestimmung der Völker und Menschen zu gewährleisten.

Wenn sich Menschen in Interessenvereinigungen, Bürgerinitiativen oder anderen Organisationen demokratisch zusammenschließen, dann werden diese Gruppen "Nichtregierungsorganisationen" (englisch: Non-Governmental-Organisations, NGOs) genannt. Umwelt, Kultur, Menschenrechte, Regionale Entwicklung, Soziales, und viele andere wichtige gesellschaftliche Fragen werden von diesen Gruppen thematisiert. Trotz mancher Schwierigkeiten haben NGOs schon viel erreicht - aber wir überlassen auch die zukünftigen Entwicklungen nicht einfach anderen, sondern wollen uns selbst beteiligten. Die Ostseeregion bleibt auch nach der EU-Erweiterung spannend: die Kooperation und der Gedankenaustausch mit Partnern in Russland steht hier zum Beispiel tagtäglich auf der Agenda.

Seit 1992 gibt es den Council of Baltic Sea States (CBSS), auf Deutsch kurz OSTSEERAT genannt. Es ist an der Zeit, dass hier auch die engagierten Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern Gehör und ein FORUM zur Zusammenarbeit finden, und zwar über die rein fachliche Zusammenarbeit hinaus. Ohne mehr Austausch zwischen allen Bereichen und Disziplinen wird es kein besseres Bewußtsein geben für gemeinsame Probleme und Ziele. Dafür setzt sich seit 2001 die NGO INITIATIVE OSTSEEKOOPERATION auch in Deutschland ein.

Um Näheres über die Entwicklung der BALTIC SEA NGO FOREN seit 2001 nachzulesen, können Sie sich auf den jeweiligen Webseiten der Organisatoren informieren. Da das Auswärtige Amt die für das NGO FORUM 2001 in Lübeck erstellte Internetseite nicht mehr anbietet, steht an dieser Stelle inzwischen die gemeinsame Darstellung der NGO Initiative Ostseekooperation.
ANMERKUNG
Das von einer Projektgruppe der Humboldt-Universität Berlin 2012 im Rahmen der vom Auswärtigen Amt organisierten "Ostseetage" organisierte "NGO FORUM" hat keinerlei Bezug zur deutschen NGO Ostseeinitiative. Durch den Versuch, kurzfristige Interessen des Auswärtigen Amts im Rahmen dieser Veranstaltung zu bedienen, können die Arbeitsbedingungen der NGOs nach unserer Meinung nicht verbessert werden. Einige NGOs haben sich daher ausdrücklich von dieser Veranstaltung distanziert. Ob es nach 2012 wieder einen gemeinsamen Ansatz deutscher NGOs zur Ostseekooperation geben wird, hängt nicht zuletzt von unseren auf diesen Seiten geschilderten Arbeitsgrundsätzen ab. Ein ganz wesentlicher davon ist nach wie vor, dass ein Netzwerk von NGOs nur in Verantwortung der NGOs selbst organisiert werden kann - und nicht im Auftrag von Regierungen nach deren Wunschvorstellungen, so wie es 2011/2012 im Rahmen der deutschen Ostseeratspräsidentschaft praktiziert wurde.
BALTIC SEA NGO FORUM 2001 Kopenhagen / Dänemark
BALTIC SEA NGO FORUM 2001 Lübeck / Deutschland
BALTIC SEA NGO FORUM 2002 St.Petersburg / Russland
Fotogalerie 2003
BALTIC SEA NGO FORUM 2003 Turku / Finnland
BALTIC SEA NGO FORUM 2004 Pärnu / Estland
BALTIC SEA NGO FORUM 2005 Gdynia /  Polen
Fotogalerie 2004
BALTIC SEA NGO FORUM 2006 Stockholm
Fotogalerie 2005
HIER: Die Ansprechpartner des NGO-OSTSEE-NETZWERKS in den Ostseeanrainerstaaten
Infos zur STRUKTUR des NGO-Ostseenetzwerks
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